1. September 2009
Es vergeht kaum ein Monat, in dem nicht eine Abmahnung einer tatsächlich oder vermeintlich großen Firma oder Marke einen Blogger trifft. Manchmal einigt man sich gütlich, dann bekommt kaum jemand etwas davon mit. In anderen Fällen ist die Beachtung in der Öffentlichkeit dann größer, weil es zu Protesten und Solidaritätsbekundungen kommt.
Aktuell erregt der Sportartikelhersteller JAKO die Gemüter. Dieser hat den Fußballblogger Trainer Baade abgemahnt, weil er sich im vergangenen April kritisch - wahrscheinlich wäre satirisch die bessere Formulierung - mit dem damals neuen Logo des Unternehmens auseinander gesetzt hat. Weil er keine Lust auf Ärger hatte, beugte er sich der Abmahnung, indem er den Beitrag aus seinem Blog entfernte und dachte, damit sei das Thema erledigt. Das sollte allerdings nicht so sein. Monate später fordert JAKO nun gut 5.000 Euro, weil der Trainer angeblich gegen die Unterlassungserklärung verstoßen hat. Sein Beitrag war auf der Seite eines Newsaggregators zu finden, was er weder veranlasst noch genehmigt hatte.
Inhaltlich soll hier gar nicht weiter auf die Sache eingegangen werden, eine sehr gute Zusammenfassung gibt es auf allesaussersport. Weitere Berichte gibt es bei endl.de, bei off-the-record, im Meinungs-Blog, bei Jens Weinreich, bei Netzpolitik und bei Probek. Auch bei Twitter und in diversen Foren wird das Thema heftig diskutiert.
Dass JAKO sich mit dieser Abmahnung und dem Nachtreten keinen Gefallen getan hat, soll hier nicht thematisiert werden. Darin sind sich fast alle Berichterstatter und Kommentatoren einig. Dieser Fall - und viele vor und leider wohl auch nach ihm - zeigt juristische und politische Lücken auf, die dringend zu schließen sind. Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen, das offensichtlich gar nicht verstanden hat, wie das Internet funktioniert, die Möglichkeit bekommt, einen Blogger für etwas, was er gar nicht zu verantworten hat, derart in die Enge zu treiben. An dieser Stelle sind Gesetze und Urteile erforderlich, die diesem Handeln endgültig einen Riegel vorschieben. Das allerdings erfordert Politiker und Juristen, die sich intensiv mit dem Internet beschäftigen, statt publikumswirksam unwirksame Sperren zu fordern oder vermeintlich bedrohliche Szenarien aufzuzeigen …
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12. August 2009
Nintendo verfolgt mit der Wii ein überzeugendes Konzept, das gut ankommt und auch Menschen vor die Spielkonsole bringt, die das vorher nicht für möglich gehalten haben. Der Schlüssel des Erfolgs ist ganz sicher die Aktivität des Spielers. Nintendo profitiert davon gleich dreifach, denn neben Konsolen und Spielen findet auch das zahlreiche Zubehör reißenden Absatz. Eine Gitarre, die viel diskutierte Turnmatte oder ein Tennisschläger sind nur drei Beispiele. Man darf gespannt sein, was die sich noch alles ausdenken.
Eine mögliche Variante kam gestern an die Öffentlichkeit und damit finden wir den Bezug zum Reiten: Nintendo hat ein Patent für einen Sattel-Controller beantragt. Diesen kann man sich vorstellen, wie ein hartes Kissen, in das der Controller und der Nunchuck eingelegt werden. Die folgende Abbildung haben wir bei siliconera gefunden, die wohl zuerst darüber berichteten. Auf der Seite gibt es weiter Detailzeichnungen, die aus den Patentunterlagen stammen sollen.

Wenn der Sattel-Controller in die Produktion gehen sollte, wird er wohl in erster Linie in Reitspielen zum Einsatz kommen, wobei das sicher nicht auf Pferde beschränkt sein wird. Aber auch so genannte Minigames könnten auf den Sattel zugeschnitten werden. In einigen Berichten ist auch von der Steuerung eines fliegenden Teppichs oder dem Ritt auf einer Kanonenkugel die Rede.
Egal, was Nintendo sich da ausdenken mag, wir sind überzeugt, dass für einen Reiter nichts Ernsthaftes dabei herauskommen kann. Wäre der Einsatz des Nunchuck in einem Zügel noch vorstellbar, so haben Haltung und Sitz auf dem Kissen mit dem Reiten nun gar nichts mehr gemeinsam. Und die nicht zu berücksichtigende Beinarbeit sorgt endgültig für die Disqualifikation als ernsthaftes Reitspiel.
Weitere Infos und Meinungen gibt es zum Beispiel hier:
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21. Juli 2009
Im heutigen Newsletter soll es um das Thema “Reiten in der Krise” gehen. Der erste Schritt führte zu Google um zu sehen, was andere zu diesem Thema schreiben und wie sie darüber berichten. Die Ergebnisse waren allerdings anders als erwartet, hier ein kleiner Erfahrungsbericht:
Mit Sicherheit ist euch schon das recht neue Google Suggest begegnet. Das ist ein kleines Tool, das Vorschläge macht, wonach man suchen könnte, sobald man die ersten Zeichen in den Suchschlitz eingegeben hat. Mitunter kommen dabei richtig witzige Vorschläge heraus, manchmal sind sie wirklich brauchbar. Es kommt aber auch vor, dass die Vorschläge von Google so gar nicht dem entsprechen, was man sich vorgestellt hat.
So ist es uns heute ergangen. Zum Thema des Newsletters – Reiten in der Krise – wollten wir ein wenig recherchieren. Nach der Eingabe von „Reiten in“ schlug Google uns nur ein paar Städte vor. Wir bezweifeln stark, dass es sich dabei um die attraktivsten oder meistgesuchten Orte handelt. Ihr könnt ja mal schauen, vielleicht fällt euch ein System auf.

Auch das Hinzufügen des Artikels „der“ bringt nicht den gewünschten Erfolg, Google ersetzt die Städte einfach durch Regionen:

Nun gut, dann fügen wir auch noch die Krise hinzu. Aber selbst dann kommen nicht die erwarteten Informationen zu den Auswirkungen der Finanzkrise auf die Reiterei, sondern in erster Linie Berichte zum Doping und den daraus resultierenden Problemen. Auf unseren Newsletter hat das erst einmal keine Auswirkungen, wir werfen ein paar Fragen auf, die wir dann später im Magazin weiter behandeln werden.
Im Zusammenhang mit Google Suggest sind uns aber noch ein paar Beispiele begegnet, die zeigen, dass die Mutter aller Suchmaschinen noch ein wenig lernen kann. Zum Thema Kaffee kennt Google sich zum Beispiel wenig aus und hat recht wenig Geschmack. Auch rund um das Reiten und Pferde gibt es weitere interessante Vorschläge von Google, die wir demnächst hier zeigen werden.
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25. Mai 2009
Auf turi2.de gibt es aktuell ein sehr interessantes Interview mit dem Trendforscher Peter Wippermann. Thema des Gesprächs ist die Zukunft von Verlagsbranche und Printprodukten.
Die Thesen, die der Zukunftsforscher aufstellt sind sicher ein wenig gewagt, könnten aber durchaus so eintreffen. Kernaussage ist, dass Wippermann einen deutlichen Schritt von der Quantität zur Qualität für erforderlich hält. Dabei benutzt er interessantes Bild und vergleicht Zeitungen mit Pferden.
Wenn wir uns das am Beispiel der Pferdekultur deutlich machen, gab es vor dem ersten Weltkrieg weniger Pferde als heute. Damals waren es Nutztiere, heute sind es Hobby- und Luxusgeschöpfe und es wird viel mehr Geld mit diesen Tieren verdient. Wenn man das auf Magazine, auf Bücher überträgt, wird sozusagen der Nutzcharakter verschwinden, aber der Luxuscharakter wird steigen.
Hier ist das komplette Video:
Gefunden bei: Ansichtssachen
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6. Mai 2009
Am 4. Oktober 2009 wird es den ersten bundesweiten Tag der offenen Tür in Deutschlands Reitställen geben. Dazu ruft die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) unter dem Motto „Komm zum Pferd – 1. Bundesweiter Tag der offenen Stalltür“ auf. Die FN bittet ihre Mitgliedsvereine und angeschlossenen Betriebe, den Tag zu nutzen, um mit kreativen Aktionen auf sich und das Hobby Pferd aufmerksam zu machen und andere mit dem Pferde-Virus zu infizieren.
Leider können Webseiten wie Reitfieber momentan nicht Mitglied der FN werden. Wir haben es Ende letzten Jahres versucht, vorerst ohne Erfolg. Wir haben mit unserer Anfrage aber wohl die Tür zur FN auch für Webseiten und Internet-Portale ein wenig aufgestoßen. Zumindest teilte man uns mit, dass man sich demnächst in den entsprechenden Gremien mit dem Thema beschäftigen wird. Wir haben Unterstützung zugesagt, wenn die FN dies möchte. Das nur am Rande, wenn sich in der Sache etwas tut, werden wir natürlich berichten.
Am Tag der offenen Stalltür möchten wir uns aber auch ohne FN-Mitgliedschaft beteiligen. In welcher Form wir das tun werden, steht noch nicht fest. Auf jeden Fall werden wir den Tag nutzen, um für die FN-Mitgliedschaft von Webseiten und Portalen, die sich mit Reitern und Pferden beschäftigen, zu werben. Vielleicht gelingt es ja auch, eine gemeinsame Aktion der Reiter- und Pferdeseiten für diesen Tag auf die Beine zu stellen – zum Beispiel als „Tag der offenen Pferde-Seiten“. An der Organisation würden wir uns tatkräftig beteiligen, auf weitere Ideen und Vorschläge freuen wir uns in den Kommentaren.
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28. April 2009
In Kürze startet das neue Magazin von Reitfieber. Hier möchten wir Ideen und Anregungen unserer User sammeln. Dabei geht es um die folgenden Fragen:
- Welche Inhalte und Themen müssen unbedingt ins Magazin?
- Welche Möglichkeiten könnt ihr euch vorstellen, eure eigenen Ideen und Inhalte ins Magazin einzubringen?
- Welche Kategorien wünscht ihr euch für ein Magazin?
- Welche Web-Tools für Reiter wünscht ihr euch (z. B. Impf-Kalender mit Erinnerungsfunktion)
- Was fällt euch allgemein zum Thema Magazin für Reiter und Pferde ein?
Es wäre schön, wenn ihr diese Fragen in den Kommentaren beantwortet und diskutiert. Diese Anregungen werden wir auf jeden Fall berücksichtigen. Jetzt habt ihr die Möglichkeit, das neue Reitfieber-Magazin von Anfang an mit zu gestalten, ihm ein Gesicht zu geben. Wir freuen uns auf viele tolle Ideen.
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23. April 2009
Ein wichtiges Element eines Social Networks- wie auch Reitfieber eines ist - sind Gruppen, in denen sich interessierte Mitglieder des Netzwerks zu einem Thema zusammenschließen. Dort werden Meinungen ausgetauscht, Tipps gegeben oder Fragen gestellt und in der Regel auch beantwortet.
Während die absolute Mehrheit der Gruppen in den Netzwerken völlig unproblematisch sind, kommt es doch mitunter zu Problemen. Aktuelles Beispiel sind Nazi-Gruppen, die bei Facebook scheinbar in großer Zahl vorhanden sind bzw. waren.
Auch wenn Reitfieber für derartige Probleme nicht so anfällig ist, wie ein internationales Netzwerk mit einer allgemeinen Ausrichtung wie Facebook, steht für uns fest: Wir werden Gruppen, die sich offen oder hinter vorgehaltener Hand gegen geltendes Recht und die Menschenwürde richten, niemals dulden! Der Unterstützung dieser Haltung durch unsere User sind wir uns sicher.
Weitere Informationen und Meinungen zum Thema:
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11. März 2009
Am vergangenen Wochenende waren wir auf der SEO-Campixx in Berlin. Mit der Hauptstadt hatte die Location der Veranstaltung allerdings nichts zu tun. Man traf sich am Müggelsee im östlichsten Zipfel der Stadt in einem Hotel, das sehr an ein Landschulheim mit DDR-Charme der 70er erinnerte. Das hat der Veranstaltung allerdings überhaupt nicht geschadet, die Abgeschiedenheit förderte das Networking und verhinderte die abendliche Kneipen-Flucht.
In einer Mischung aus Kongress und Barcamp ging es zwei Tage lang um die Suchmaschinenoptimierung. Es würde den Rahmen sprengen, die einzelnen Session hier alle inhaltlich vorzustellen. Hier eine kleine Liste der Berichte von Referenten und Besuchern der SEO-Campixx in zufälliger Reihenfolge und ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Ganz viele Berichte habe ich bestimmt vergessen. Wer noch in die Liste möchte, der melde sich einfach in den Kommentaren.
Abschließend geht noch ein ganz herzlicher Dank an den SEOnauten als Veranstalter sowie an Jogging-Marcus und den Orga-Tony aus dem Organisationsstab. Wohl die gesamte Branche wartet sehnsüchtig auf eine Neuauflage dieser gelungenen Veranstaltung im nächsten Jahr. Irgendwo habe ich sogar schon von einer Herbstausgabe der SEO-Campixx gelesen …
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25. Februar 2009
Bei einer Recherche nach Reitwegen habe ich bei Google eben den Suchbegriff Reitwegekarte Deutschland eingegeben. Das Ergbenis überraschte mich doch. Offensichtlich ist das Reiten in der freien Natur bei Google nocht nicht angekommen, denn man fragt sicherheitshalber noch mal nach, ob ich nicht doch nach einer Radwegekarte Deutschland gesucht habe:

Nö, habe ich nicht!
Interessant sind auch die Anzeigen, die Google zu meiner Suchanfrage präsentiert:

Die ersten beiden Anzeigen haben mit meiner Suche bis auf Deutschland gar nichts zu tun. Die dritte weckt natürlich mein Interesse. Bevor ich allerdings draufklicke, fällt mir ein, dass ich zu AdWords-Buchungen schon hier was gelesen hatte, wo auch auf diese Seite verlinkt wird. Die scheinen tatsächlich völlig planlos ihre Keywordlisten durchzubuchen, ohne sie auf Sinnhaftigkeit zu überprüfen.
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20. Februar 2009
Damit die nominierten Webseiten, die den Fragebogen für die Teilnahme an der Abstimmung noch nicht zurück geschickt haben, noch ein wenig Zeit haben, haben wir entschieden, die Nominierungsphase für den Reiter- und Pferdeseiten-Wettbewerb bis zum 24. Februar, 23:59 zu verlängern. Bis dahin werden dann auch noch weitere Nominierungen entgegen genommen.Dadurch verschiebt sich dann auch die Abstimmungsphase. Diese findet nun vom 26. Februar bis zum 12. März statt.
Spontan starten wir noch einen kleinen Twitter-Retweeting-Contest. An einen Twitterer, der Follower von Reitfieber bei Twitter ist (oder wird) und bis Montagmorgen einen Hinweis auf den Reiter- und Pferdeseiten-Wettbewerb twittert, veschenken wir am Dienstag zwei Eintrittskarten für die Equitana oder einen Amazon-Gutschein im Wert zweier Eintrittskarten. Entscheiden wird das Los unter Mithilfe unserer Follower.
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